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Eisenbahn
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top
Die Eisenbahn ist ein schienengebundenes Verkehrssystem fßr den Transport von Gßtern und Personen. Eisenbahnen gehÜren zur Gruppe der Bahnen, d. h. der spur- und schienengebundenen Verkehrsmittel. Einschränkend ist Eisenbahn ein Fahrzeug oder eine Gruppe von Fahrzeugen dieses Verkehrssystems, also ohne die Summe aller Bahnanlagen und ohne den Bahnbetrieb.
UrsprĂźnglich war mit dem Begriff Eisenbahn der im Bergbau im 18. Jahrhundert entstandene neuartige Fahrweg aus Eisen gemeint.cite-ref-1[1] Die Bahnen waren die Fahrbahnen fĂźr Schienenfahrzeuge. Als Antriebskraft dienten zuerst Pferde (siehe auch Pferdebahn).
2013 hatte das weltweite Eisenbahnnetz eine Länge von 1.148.186 Kilometern.cite-ref-2[2]
Contents
⢠Etymologie
⢠Bahnanlage
⢠Elektrifizierung
⢠BahnhÜfe
⢠Fahrzeuge
⢠Bahnbetrieb
⢠Bahngesellschaft
⢠Sicherheit
⢠Fahrplan
⢠Umwelt
⢠Vergleich
⢠Lärmbelastung
⢠Rechtliches
⢠Deutschland
⢠Schweiz
⢠Ăsterreich
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Dokumentation
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Etymologie
Die Eisenbahn im heutigen Sprachgebrauch entstand zu Anfang des 19. Jahrhunderts aus der VerknĂźpfung des bereits jahrhundertealten Rad-Schiene-Systems mit maschinellen Antrieben der Fahrzeuge. In GroĂbritannien hatte man schon im 18. Jahrhundert die im Bergbau bis dahin gebräuchlichen Holzschienen mit Eisenplatten ausgerĂźstet, und "plateways" genannt.cite-ref-3[3] Das Gewicht der Antriebsmaschinen und die Forderungen an einen glatten Fahrweg fĂźr die schnelleren Fahrzeuge fĂźhrten bald darauf zum Einsatz von auf SteinblĂścken montierten Schienen aus Gusseisen ("railways"), die später aus GrĂźnden der Spurstabilität auf quergelegten Schwellen aus Holz montiert wurden. Daraus leitet sich der Name âeiserne Bahnâ beziehungsweise Eisenbahn ab.cite-ref-4[4]
Der allgemeinere Begriff Bahn bezeichnet also zunächst den Fahrweg oder die Linie, auf dem/der sich ein Objekt bewegt. Erhalten ist diese Bedeutungsfacette der Bahnung noch in den Begriffen Fahrbahn, Autobahn, Flugbahn oder Start- und Landebahn. Der Begriff Eisenbahn ist somit die Präzisierung einer besonderen Art von Fahrweg. Erst davon abgeleitet wird das Wort Eisenbahn fßr das ganze Verkehrsmittel, mithin Fahrweg und Fahrzeuge, benutzt (pars pro toto), was wiederum oft verkßrzt wird auf Bahn. Die Deutsche Bahn AG benennt auch Zuggattungen so, beispielsweise mit Regionalbahn.
Auch in anderen Sprachen bezeichnet das Grundwort ursprĂźnglich den Fahrweg und erst später das ganze Verkehrssystem: franz. chemin de fer âEisenwegâ, ndl. spoorweg, span. ferrocarril âEisenspurâ, russ. schelesnaja doroga âeiserner Wegâ, engl. railroad âSchienenstraĂeâ oder railway âSchienenwegâ, ung. vasĂşt âEisenwegâ, ital. ferrovia âEisenwegâ, griech. ΣΚδΡĎĎδĎÎżÎźÎżĎ (SidirĂłdromos) âEisenwegâ, schwed. Järnväg âEisenwegâ, tĂźrk. demiryolu âEisenwegâ, finn. Rautatie âEisenwegâ, kro. Ĺželjeznica âeiserne Wegeâ, chin. éľčˇŻ/é衯 (tiÄlĂš) âEisenwegâ, jap. éé (tetsudĹ) âEisenwegâ, kor. ě˛ ë (cheoldo) âEisenwegâ.
Geschichte und Bedeutung
â
Hauptartikel
:
Geschichte der Eisenbahn
Spurrillen, um Fuhrwerke auf StraĂen zu fĂźhren, gab es seit vorgeschichtlicher Zeit. Die Entwicklung, die zur Eisenbahn fĂźhrte, fand jedoch nicht auf Ăśffentlichen StraĂen statt, sondern im Bergbau, wo es spätestens seit 1530 auf hĂślzernen Gleisen fahrende Hunte oder Loren gab. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich im englischen Bergbau das System mit spurkranzgefĂźhrten Rädern. Das fĂźhrte zu Pferdebahnen.
Die Geschichte der Eisenbahn im heutigen Sinne (von einer Maschine gezogen) begann im Jahr 1804, als Richard Trevithick die erste Dampflokomotive in Betrieb nahm. Seine Lok lief noch auf Rädern ohne Spurkränze. Die SpurfĂźhrung wurde mittels Spurrollen gegen die inneren Flanken der Schienen gewährleistet. Dieses FĂźhrungsprinzip wurde in jĂźngerer Vergangenheit beim Spurbus wieder aufgegriffen. Erste Eisenbahnfahrzeuge wurden (in Bergwerken) durch Seilwinden bewegt; bis heute gibt es Standseilbahnen und KabelstraĂenbahn.
Die erste Ăśffentliche Eisenbahn mit Dampfloks war die 1825 erĂśffnete Stockton and Darlington Railway in England, die neben GĂźtern zum ersten Mal auch Personen befĂśrderte. Sie funktionierte bereits nach dem Prinzip der heutigen spurkranzgefĂźhrten Eisenbahn. Ihre Spurweite von 1435 mm wurde zum Standard und wird seit langem Normalspur genannt.
Die Eisenbahn entwickelte sich im 19. Jahrhundert binnen weniger Jahrzehnte zu einem vernetzten Verkehrssystem, das die Reisezeiten in Europa und Nordamerika drastisch verkĂźrzte. Sie wirkte dabei als Katalysator der industriellen Revolution, weil sie die infrastrukturellen Voraussetzungen fĂźr die Entwicklung der Schwerindustrie schuf und selbst eine gewaltige Nachfrage nach Eisen, Stahl und Maschinen erzeugte. Der moderne BrĂźckenbau und Tunnelbau entstand, um Bahnstrecken zu realisieren.
Die umwälzende Bedeutung der Eisenbahn wurde schon frßh erkannt; in Deutschland wurde z. B. 1834 kurz vor dem Bau der ersten Eisenbahnstrecke von Nßrnberg nach Fßrth geschrieben:
â[Der Dampfwagen eilt] durch die volkreichsten StraĂen, ohne Gefahr fĂźr die Zuschauer dahin, eine vĂśllige Umwandlung aller Weltverhältnisse versprechend und vorbereitend, denn mit Vogelschnelligkeit [âŚ] läuft er daher, alle Entfernungen auf den vierten Theil zusammenziehend, wie es die Dampfboote auf dem Meere thun. â Wahrscheinlich wird sich diese nĂźtzliche Erfindung bald auch Ăźber Deutschland verbreiten, wozu die (Pferde)Eisenbahn in BĂśhmen, und die zwischen Belgien und PreuĂen die erste Gelegenheit bieten dĂźrfte [âŚ]â
â
Carl HerloĂsohn
Die moderne Aktiengesellschaft ist eine Reaktion auf den Kapitalbedarf der Eisenbahnprojekte; kein privater Investor konnte sie alleine finanzieren. Die Grundlage fßr ein mitteleuropäisches Eisenbahnnetz legte der NationalÜkonom Friedrich List.
In den Kriegen des 19. Jahrhunderts zeigte sich die strategisch Ăźberragende Bedeutung eines gut ausgebauten Schienenverkehrssystems. Insbesondere der Deutsch-FranzĂśsische Krieg gilt als Beispiel fĂźr die kriegsentscheidenden Vorteile eisenbahngestĂźtzter Truppen-Mobilmachung und -versorgung (Nachschub, RĂźckwärtige Dienste, Train). Deshalb nahmen sich die Regierungen der europäischen Staaten schnell der FĂśrderung und Regelung des jeweiligen nationalen Eisenbahnwesens an (auch: Trend zur Staatsbahn; Verstaatlichung von Privatbahnen). Die militärische Bedeutung der Eisenbahn war im Ersten Weltkrieg am grĂśĂten; danach wurden Militärfahrzeuge und Transportflugzeuge wichtiger. PanzerzĂźge erlangten keine groĂe Bedeutung.
Zwischen den Weltkriegen begann die massenhafte Verbreitung des Kraftfahrzeugs als Verkehrsmittel, die in den folgenden Jahrzehnten Ăźberall in der westlichen Welt die Stilllegung zahlreicher Bahnstrecken zur Folge hatte. Die Verkehrsleistung der Bahnen wuchs zwar weiter, aber nicht in so starkem MaĂe wie die des motorisierten Individualverkehrs. Im GĂźterverkehr hat die Bahn in Nordamerika eine sehr starke Stellung behalten. In Europa und vor allem in Japan konnte sich die Eisenbahn im Personenverkehr behaupten, unter anderem durch den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsverkehrs.
Nach den Länderdatenangaben der CIAcite-ref-7[7] haben die Eisenbahnstrecken weltweit einen Gesamtumfang von 824.550 Kilometern. Nordamerika (275.000 km), die EU-Mitgliedstaaten (236.000 km), Russland (87.000 km), China (ßber 75.000 km) und Indien (ßber 63.000 km) zusammen stellen dabei mehr als die Hälfte dieser Streckennetze. Auf den anderen Kontinenten der Erde haben die Staaten Australien (mit 38.550 km), Argentinien (mit 32.000 km), Sßdafrika (mit 21.000 km) und Mexiko (mit rund 18.000 km) die umfangreichsten Netze. In der Rangfolge der Staaten mit den umfangreichsten Eisenbahnnetzen steht Deutschland laut CIA-Angaben mit knapp 42.000 km an sechster Stelle hinter Kanada.
FĂźr die heutige Fortbewegung Ăźber weite Strecken werden maschinelle Antriebe in den Transportfahrzeugen selbst (Triebwagen) oder spezielle Zugfahrzeuge (Lokomotiven) verwendet. Als Weiterentwicklung der Eisenbahn kĂśnnen spurgefĂźhrte Einschienenbahnen wie z. B. die Magnetschwebebahn betrachtet werden.
StraĂenbahnen, Stadtbahnen, U-Bahnen, Hochbahnen und schienengebundene Bergbahnen (siehe auch Bahn) sind technisch gesehen Eisenbahnen, werden je nach Land aber teilweise mit abweichenden Bau- und Betriebsvorschriften gegenĂźber anderen Eisenbahnen behandelt.
Bahnanlage
Als Bahnanlage bezeichnet man die Eisenbahninfrastruktur. Sie umfasst das Schienennetz, Gebäude und weitere technische Anlagen, wie z. B. Signale, die zum Betrieb einer Eisenbahn nÜtig sind.
Gleis, Ober- und Unterbau
Beim herkÜmmlichen Gleis werden die Schienen in kurzen Abständen auf quer liegenden Schwellen befestigt. Die Befestigung erfolgt mit verschiedenen Systemen, z. B. Nägel oder Klemmen (das sogenannte Kleineisen). Die Befestigung stellt die Spurweite sicher und verhindert ein Wandern der Schiene in Längsrichtung. Die Schwellen bestehen aus imprägniertem Holz oder in neuerer Bauweise aus Spannbeton. In geringerem Umfang werden Schwellen aus Stahl verwendet.
Der Gleisrost aus Schwellen und Schienen wird in einem Gleisbett (meist aus Schotter) gelagert, das die statischen und dynamischen Kräfte aufnimmt und in den Unterbau weiterleitet. Der Oberbau besteht aus dem Gleis und seiner Bettung. Ein moderner Oberbau (z. B. auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Frankfurt am Main nach KĂśln) hat ein Gleisbett aus Beton, auf dem die Schienen mit Dämpfungselementen montiert sind. Diese Feste Fahrbahn genannte Bauweise erlaubt sehr hohe Geschwindigkeiten bei grĂśĂerer Laufruhe.
Eisenbahnstrecken erlauben keine groĂe Steigung und erfordern groĂe Kurvenradien. DafĂźr ist besonders im Gebirge ein aufwändiger Unterbau mit Kunstbauten nĂśtig. Viele Gebirgsstrecken sind aufgrund von aufwändigen BrĂźcken und Tunneln bekannt. Beispiele sind die Semmeringbahn in Ăsterreich oder die Albulabahn sowie die Berninabahn in der Schweiz.
Wichtige Eisenbahnstrecken (Hauptbahnen) und solche mit einer groĂen Verkehrsdichte werden meistens zweigleisig gebaut. Auf mehrgleisigen Strecken kĂśnnen EisenbahnzĂźge unterwegs kreuzen und in betrieblichen Sonderfällen mit Einschränkungen Ăźberholen. Das ist auch auf eingleisigen Strecken mĂśglich. Man lässt einen Zug auf freier Strecke mittels einer Weiche in eine sog. Ăberholung fahren. Dort wartet dieser Zug, bis der nachfolgende Zug vorbeigefahren ist. Am Ende dieser Ăberholung befindet sich wieder eine Weichenverbindung, die dem Zug, der Ăźberholt wurde, die Weiterfahrt auf der Strecke ermĂśglicht. So kann man auf eingleisigen Strecke auch entgegenkommende Fahrten realisieren. Ăberholen kann man auch in mehrgleisigen BahnhĂśfen, die Ăźber mindestens eine Weiche verfĂźgen mĂźssen.
Elektrifizierung
â
Hauptartikel
:
Geschichte des elektrischen Antriebs von Schienenfahrzeugen
und
Bahnstrom
Elektrische Triebfahrzeuge benĂśtigen eine Fahrstromversorgung. Der Strom wird meistens Ăźber eine Oberleitung Ăźber dem Gleis zugefĂźhrt, seltener â hauptsächlich bei U-Bahnen oder den S-Bahnen von Berlin und Hamburg â Ăźber eine Stromschiene seitlich neben dem Gleis oder zwischen den Schienen. Zum System der Stromversorgung gehĂśren auch die Unterwerke, Ăźber die der Strom eingespeist wird. Einige Bahngesellschaften betreiben auch eigene Kraftwerke und Ăbertragungsleitungen fĂźr Bahnstrom.
BahnhĂśfe
âBahnhĂśfe sind Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, wo ZĂźge beginnen, enden, ausweichen oder wenden dĂźrfen.â
â
Definition in Deutschland gemäà § 4, Abs. 2
Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung
Es gibt eine Vielzahl von Bahnhofsarten:
⢠Hinsichtlich der Bauweise unterscheidet man KopfbahnhÜfe, wo Strecken enden, von DurchgangsbahnhÜfen, die von Strecken durchlaufen werden, ReiterbahnhÜfe, die ßber und nicht neben den Schienen angeordnet sind (insbesondere bei Verlauf der Strecke in einem Einschnitt).
⢠Hinsichtlich der Funktion gibt es PersonenbahnhÜfe, die dem Ein-, Aus- und Umsteigen von Fahrgästen dienen, GßterbahnhÜfe, wo Gßter ein-, aus- und umgeladen werden, Rangier- oder VerschiebebahnhÜfe, wo Zßge zerlegt und neu zusammengestellt werden, aber auch BetriebsbahnhÜfe, die dem Abstellen und der Wartung von Schienenfahrzeugen dienen.
Umgangssprachlich wird als âBahnhofâ meist ein Empfangsgebäude bezeichnet, das dem Personenverkehr dient, auch wenn die dazugehĂśrigen Gleisanlagen fachsprachlich kein Bahnhof, sondern zum Beispiel ein Abzweig oder ein Haltepunkt der freien Strecke sind.
Fahrzeuge
Schienenfahrzeuge der Eisenbahn werden als ZĂźge oder Rangierfahrten gefĂźhrt, die aus einem oder mehreren hintereinander gekuppelten Eisenbahnwagen bestehen, oder als einzeln fahrende Lokomotive. Ein solcher Zug wird meistens von einer oder von mehreren Lokomotiven gezogen oder geschoben. Ein Triebzug hat eine eigene Antriebsanlage, die sich entweder im Kopf- und/oder Endwagen (Triebkopf) befindet oder Ăźber die Wagen verteilt ist (Triebwagenzug).
Lokomotiven, TriebkĂśpfe und Triebwagen fasst man unter dem Begriff Triebfahrzeug zusammen. Entsprechend spricht man bei der Bahn von TriebfahrzeugfĂźhrer â der Begriff âLokfĂźhrerâ ist umgangssprachlich â fĂźr den Mitarbeiter, der das Fahrzeug fĂźhrt. Im Fachjargon gebraucht man auch den Oberbegriff rollendes Material oder Rollmaterial fĂźr alle Fahrzeuge der Eisenbahn.
Der Antrieb erfolgte in den Anfangszeiten der Eisenbahn durch Zugtiere (Pferdebahn), später mit Dampfmaschinenantrieb, ab 1879 mit Elektroantrieb (erfunden von Werner von Siemens), ab 1900 auch mit Otto- bzw. Dieselmotor-Antrieben und in moderner Zeit auch mit Turbinen. Die Motoren- und Maschinenantriebe drehen meist die Räder, die auf den Schienen abrollen und dadurch das Fahrzeug bewegen. Mitunter kommen dazu auch Hilfsmittel, z. B. Zahnstangen zwischen den Schienen (Zahnradbahn), Reibradantriebe (Fell-Lokomotive), zum Einsatz. Experimentell wurden auch Propeller- und Strahlantriebe erprobt, die sich jedoch nicht bewährt haben. Die frĂźher Ăźblichen ortsfesten Seilwinden, um ZĂźge auf Steilstreckenabschnitten zu befĂśrdern, sind durch die Entwicklung des Lokomotivantriebs mittlerweile unnĂśtig geworden. Fallweise existieren Seilwinden noch in Waggonverschiebebereichen von Häfen, Werkstätten fĂźr Waggons oder groĂen Betrieben. Wo die Schienen in eine Fahrbahn eingelassen sind, kĂśnnen auch Zugmaschinen (Lkw) zum Schieben mit Platte oder Ziehen mit festem Seil oder per Seilwinde eingesetzt werden.
Eher historisch wurden in manchem Bergbau Hunte auch von Hand geschoben. Wagen einer Hausrollbahn wurden etwa in Wien z. B. von der Werkstätte in einem der HÜfe eines Hauses durch eine niedrige Durchfahrt bis zur Gehsteigkante von bis zu vier Menschen geschoben.cite-ref-8[8] Auf Hauptstrecken und in dichtbesiedelten Gebieten wird der Elektroantrieb bevorzugt, ansonsten Dieselantriebe. Ausnahme ist Nordamerika, wo es fast keine elektrifizierten Fernstrecken mehr gibt.
Die groĂe Landmasse Eurasiens ist weiterhin fĂźhrend in Sachen Eisenbahninfrastruktur und -betrieb. Dies wird unter anderem reflektiert durch das Marktvolumen fĂźr die Bahnindustrie, bei welchem Asien bei etwas abflachendem Wachstum Westeuropa mit 48,9 Milliarden Euro pro Jahr mittlerweile Ăźberholt hat.cite-ref-9[9] Gesamteuropa liegt mit 55,1 Milliarden Euro weiterhin vorne. Eurasien insgesamt macht 74 % des weltweiten Marktes der Bahnindustrie aus, was durch laufende Infrastrukturprojekte noch weiter verstärkt werden kĂśnnte.
Bahnbetrieb
Eisenbahnen sind häufig im Eigentum eines Staates oder werden von ihm betrieben (Staatsbahnen), sie kÜnnen aber auch in Privateigentum sein (Privatbahnen). Diese Begriffe beziehen sich nur auf die Eigentumsverhältnisse, nicht auf die Üffentliche oder nicht-Üffentliche Nutzung. Eisenbahnen, gleichgßltig ob Staats- oder Privatbahnen, werden in der ßberwiegenden Mehrheit als Üffentliche Verkehrsmittel betrieben und kÜnnen von jedem gegen Entgelt genutzt werden.
Bahngesellschaft
FĂźr den Bahnbetrieb, das heiĂt, die sichere und pĂźnktliche DurchfĂźhrung von Zugfahrten, sind die Eisenbahngesellschaften zuständig. Traditionell wurden die ZĂźge oftmals von derselben Gesellschaft wie die Infrastruktur betrieben. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts ist in der Europäischen Union eine organisatorische Trennung von Infrastruktur und Verkehr fĂźr einen diskriminierungsfreien Netzzugang zu gewährleisten.
Sicherheit
Die Technik des Schienenverkehrs hat viele Vorteile, birgt aber auch Gefahren. EisenbahnzĂźge haben wegen der groĂen bewegten Massen und der geringen Reibung einen langen Bremsweg. Wegen der SpurfĂźhrung ist es unmĂśglich, die Fahrtrichtung aus Schienenfahrzeugen heraus unmittelbar zu beeinflussen und zu lenken. Neben frontalen und seitlichen Kollisionen (in der Fachsprache Gegenfahrt bzw. Folgefahrt und Flankenfahrt) fĂźhren auch Entgleisungen zu Schäden. Aber auch andere in der Ăffentlichkeit weniger bekannte, selten auftretende Mechanismen wie das Kippen bei starken Seitenwinden kĂśnnen schwere Unfälle verursachen und werden in den entsprechenden Vorschriften berĂźcksichtigt.
Dass die Eisenbahn dennoch als sicherer Verkehrsträger gilt und es nur selten zu einem schweren Unfall kommt, ist verschiedenen technischen und betrieblichen MaĂnahmen sowie strenger Kontrolle durch die zuständigen BehĂśrden zu verdanken. Ăhnlich wie im Luftverkehr, wird im Eisenbahnverkehr nur eine sehr geringe Häufigkeit gefährlicher Ereignisse akzeptiert, weshalb hohe Anforderungen an die Sicherheitsintegrität der eingesetzten Technik gestellt werden.
Triebfahrzeuge und Bahnanlagen haben Sicherheitseinrichtungen, die einen mÜglichst gefahrenfreien Betrieb gewährleisten sollen. Dazu gehÜren Eisenbahnsignale, Stellwerke und Zugsicherungssysteme, auf den Fahrzeugen die Bremsen, Zugbeeinflussungssysteme und die Sicherheitsfahrschaltung. Die Sicherungssysteme werden auf Basis bewährter Technologien nach dem Fail-Safe-Prinzip gestaltet und (insbesondere nach Erkenntnissen ßber Fehler und Unfallursachen) weiterentwickelt.
Stellwerke stellen durch mechanische, elektrische und elektronische Mittel sicher, dass Weichen, Signale und andere technische Einrichtungen stets nur so gestellt werden, dass sich Zßge nicht gegenseitig oder durch zu hohe Geschwindigkeiten selbst gefährden kÜnnen oder gefährdet werden, indem sich unter ihnen Weichen oder andere Einrichtungen verstellen. Fßr Rangierfahrten gelten nicht alle Anforderungen, so kann bei älteren (mechanischen und elektromechanischen) Stellwerken z. B. eine Weiche während des Befahrens unter dem Fahrzeug umgestellt werden, da diese nicht festgelegt sein mßssen. Durch die Eigenschaften der Schienen bzw. der Spurfßhrung kÜnnen Zug- und Rangierfahrten abschnittsweise geortet und fßr die Stellwerke relevante Belegungen von Gleisen erkannt werden.
BahnĂźbergänge, an denen StraĂen und Wege die Eisenbahn in einer Ebene kreuzen, werden durch Schranken, Lichtzeichen, Schilder oder andere Einrichtungen gesichert. Technisch gesicherte BahnĂźbergänge sind meist ebenfalls in die Stellwerkstechnik eingebunden. Insbesondere von BahnĂźbergängen als Kontaktpunkt mit anderen Verkehrssystemen geht aber eine Unsicherheit aus, weshalb BahnĂźbergänge stĂźckweise beseitigt und nur noch in Ausnahmefällen bei Neubaustrecken genehmigt werden. Die an BahnĂźbergängen in den Eisenbahnverkehr eingetragenen Risiken sind nicht unerheblich. Andererseits beschränken BahnĂźbergänge auch die VerfĂźgbarkeit und NotfallversorgungsgĂźte durch Rettungsdienste im StraĂenverkehr.
Nachdem man sich vom Fahren auf Sicht in den Anfangsjahren der Bahnen als allgemein angewandtes Verkehrsprinzip verabschiedet hatte, wurde eine Strecke in Blockabschnitte unterteilt. Durch einen Streckenblock wird technisch sichergestellt, dass sich in einem Abschnitt nur ein Zug befindet und ZĂźge im festen Raumabstand fahren. Schon frĂźh wurde begonnen, Sicherheitsverantwortung vom Menschen auf die Technik zu Ăźbertragen. So wurde die Belegung eines Blockabschnitts anfangs vĂśllig manuell durch Bahnbedienstete aufgelĂśst, wenn diese erkannt haben, dass ein Zug den Blockabschnitt geräumt hat. Nach Unfällen wurde schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts technisch sichergestellt, dass den Bediensteten auch tatsächlich ein Zug (zumindest ein Teil davon) passiert hat. Durch zukĂźnftige Sicherungssysteme wird erhofft, dass Eisenbahnen im wandernden Raumabstand fahren kĂśnnen und somit die Kapazität und Energieeffizienz von Eisenbahnstrecken ohne SicherheitseinbuĂen gegenĂźber der festen Einteilung in Blockabschnitte erhĂśht werden kann. Eisenbahnen insbesondere in Nordamerika werden auch im Zeitabstand gefahren. Besonders formalisierte und abgesicherte Kommunikationsprotokolle zwischen den an der Strecke und auf den Fahrzeugen beteiligten Mitarbeitern sowie eine exakte BuchfĂźhrung tragen zur Sicherheit bei; so ist der Modus, wie einem Fahrzeug die Weiterfahrt bei einem gestĂśrten Signal erteilt werden kann, präzise festgelegt, und potenziell gefährliche Bedienhandlungen im Stellwerk mĂźssen schriftlich dokumentiert werden. Sicherheit wird aber zunehmend nur auf RĂźckfallebenen durch menschliche Organisation und Handlungen gewährleistet. Besonders viel Sicherheitsverantwortung tragen Menschen selbst noch bei Betriebsverfahren wie dem Zugleitbetrieb auf Nebenstrecken.
Auf Hochgeschwindigkeitsstrecken bzw. fßr Zßge mit Regelgeschwindigkeiten von ßber 160 km/h wurde in Deutschland die Linienzugbeeinflussung eingefßhrt. Hierbei wird dem Triebfahrzeugfßhrer per Fßhrerstandssignalisierung angezeigt, wie weit er noch mit welcher Geschwindigkeit fahren darf. Die Signale an der Strecke werden dunkel geschaltet, wenn sie der Fßhrerstandsignalisierung widersprechen. Die Sicherungstechnik des Zuges berechnet aus dem Abstand die mÜgliche augenblickliche Geschwindigkeit und ßberwacht das korrekte Bremsen des Zuges. Mit ETCS, ERTMS und GSM-R sollen in den nächsten Jahrzehnten europaweite Standards zur Zugsicherung, -lenkung und Kommunikation eingefßhrt werden.
Einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit liefert eine exakte Gleislage und deren regelmäĂige Kontrolle. Da sich die Gleislage infolge des Verkehrs und witterungsbedingt ändert, wird in festen Zeitabständen die Gleisgeometrie vermessen und, wenn erforderlich, korrigiert. Zur Vermessung werden spezielle Gleismessfahrzeuge eingesetzt.
Die fĂźr Sicherheit im Eisenbahnverkehr zuständige BehĂśrde ist in Deutschland das Eisenbahn-Bundesamt, in der Schweiz das Bundesamt fĂźr Verkehr und in Ăsterreich das Bundesministerium fĂźr Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. Diese BehĂśrden lassen sowohl die eingesetzte Infrastruktur- und Sicherheitstechnik als auch die Fahrzeuge zu und begutachten normgerechte und nachgewiesen sichere Gestaltung der Anlagen und Technologien. Auf europäischer Ebene befasst sich die Europäische Eisenbahnagentur in Valenciennes mit Sicherheit und erstellt teils Vorgaben fĂźr die nationalen BehĂśrden und ist bestrebt, die Sicherungssysteme in Europa zu vereinheitlichen. FĂźr die Sicherheit gegen gewollte Gefährdungen sind Bahnpolizeien zuständig. Diese sind die Bundespolizeien in Deutschland und in Ăsterreich sowie die Bahnpolizei der SBB in der Schweiz. UnterstĂźtzt werden diese meist durch Sicherheitsfirmen der Bahngesellschaften.
Fahrplan
Das wichtigste Werkzeug im Bahnbetrieb ist der Bildfahrplan. Er wird so gestaltet, dass ein optimaler Betrieb mÜglich ist. Bei der Planung mßssen verschiedene Faktoren berßcksichtigt werden: KreuzungsmÜglichkeiten in BahnhÜfen und auf der Strecke, die mÜgliche HÜchstgeschwindigkeit des Zuges, Mindestabstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zßgen (gegeben durch den Abstand der Blocksignale auf der Strecke) und Anschlßsse zu anderen Zßgen sowie weitere Abhängigkeiten (Zuggewicht, Zugkraft, Neigungen, Krßmmungen, BremsvermÜgen usw.). Wesentlich fßr einen wirtschaftlichen Betrieb sind auch der optimale Einsatz von Fahrzeugen und Personal: Sie kÜnnen gleichzeitig nur an einem Ort sein, sollen aber nicht unnÜtig herumstehen. Ein guter Fahrplan enthält genßgend, aber nicht zu viele Reserven, damit kleine Verspätungen nicht auf andere Zßge ßbertragen werden.
Fahrgäste schätzen den Taktfahrplan, weil er mit seinem regelmäĂigen Aufbau leicht zu merken ist. FĂźr den Planer liegen die Vorteile im durchgängigen, symmetrischen System. Taktfahrpläne werden als Netzplan konstruiert.
Im Fahrplan werden Zßge in verschiedene Zuggattungen eingeteilt, beispielsweise InterCity fßr Zßge im Fernverkehr oder S-Bahn im städtischen Nahverkehr. Im internen Fahrplan fßr das Betriebspersonal sind auch Gßterzßge und Leerfahrten enthalten.
Auf den Triebfahrzeugen stehen dem LokomotivfĂźhrer der Buchfahrplan in gedruckter Heftausgabe und in elektronischer Form, in Deutschland das EBuLa, zur VerfĂźgung. Bei SonderzĂźgen bzw. EntlastungszĂźgen erfolgt ein gesondert erstellter Fahrplan, in Deutschland die Fahrplananordnung (Fplo), welche dem LokfĂźhrer z. B. als Faxausdruck Ăźbermittelt wird.
Eisenbahnbetriebssimulation
Fahrpläne und Bahninfrastruktur werden mit Simulationsverfahren ĂźberprĂźft, mit denen Eisenbahn- und Nahverkehrsnetze in EDV-Programmen mit allen Strecken-, Signal- und Betriebsmerkmalen mit realitätsnahen Betriebsabläufen einschlieĂlich der zugehĂśrigen unterschiedlichen StĂśreinflĂźsse nachgebildet werden. Sie sind damit besonders geeignet, um die Leistungsfähigkeit dieser Netze unter Betriebsbedingungen zu ĂźberprĂźfen.
Simulationsverfahren zählen zu den vier netzbezogenen Verfahrensgruppen, mit denen konkrete Netze und ihre Fahrpläne entwickelt oder ßberprßft werden (auch als mikroskopische Verfahren bezeichnet). Weitere Verfahren: statistisch/deterministische Methode zur Bewertung von Ist-Zuständen, konstruktive Methode vorwiegend zur Entwicklung von Fahrplänen und die analytische Methode fßr grundlegende Untersuchungen auf wahrscheinlichkeitstheoretischer Grundlage.cite-ref-l-bke-juni-2008-10-0[10]
Die Simulationsverfahren fßr Eisenbahn- und Nahverkehrsnetze zeichnen sich dadurch aus, dass die Zugfahrten ßber signaltechnisch gesicherte Gleisanlagen in Berechnungsläufen direkt nachgebildet werden. Die Methode baut auf einem konfliktfreien Fahrplan auf, der vorab meist mit der konstruktiven Methode entwickelt wurde. Der tatsächliche Betriebsablauf wird zunächst im Grundbetrieb und in weiteren Schritten realitätsbezogen simuliert, indem verspätete Zugfahrten in einer Vielzahl von Berechnungsläufen (meist mehrere Hundert) nachgebildet und beurteilt werden.
Weitere EinflĂźsse ergeben sich aus dem mĂśglichen Ausfall von Infrastruktur (Notfallzustände) und Ausfall von Fahrzeugkomponenten, aus Haltezeitverlängerungen, beispielsweise auch bei GroĂveranstaltungen, aus zeitlich beschränkten Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Streckenabschnitten und aus dem Einflussfaktor âMenschâ bei der Bedienung und Handhabung der Infrastruktur.cite-ref-radtke-juni-2005-11-0[11] FĂźr diese Modellierungen werden zwei unterschiedliche Methoden eingesetzt:
⢠Die synchrone Simulation lässt alle Fahrten im Untersuchungsraum gleichzeitig ablaufen. Die weitere Entwicklung des Betriebsgeschehens wird in Zeitschritten weiterverfolgt. Dabei sind Dispositionsentscheidungen zur Sicherung des Betriebes erforderlich, z. B. Haltezeitverlängerung, Nutzung/Nichtnutzung von Bedarfshalten, Ănderungen von Zielgleisen in BahnhĂśfen oder Verlagerung auf andere Streckenabschnitte. Hierbei sind âDeadlocksâ zu vermeiden, also Betriebszustände, bei denen kein weiterer Betrieb mĂśglich ist und im Extremfall zwei ZĂźge gegenĂźberstehen,cite-ref-radtke-juni-2005-11-1[11]
⢠Die asynchrone Simulation lässt die Fahrten entsprechend ihrer Rangfolge (z. B. beginnend mit ICE) ablaufen, bei gleichrangigen entsprechend der zeitlichen Reihenfolge. Die Disposition ist vorausschauend erforderlich und erfolgt rangabhängig, meist auf Grundlage eines Fahrplans, der mit der analytischen Methode entwickelt wurde. Die zeitversetzte Betrachtung mit der asynchronen Simulation bildet das Betriebsgeschehen abstrakter ab.
Im Ergebnis der Simulationsläufe werden Aussagen erzielt ßber:
⢠Stabilität und Qualität eines Fahrplans, worßber auch die Anzahl und die Einwirkungen aus Dispositionsentscheidungen Aufschluss geben,
⢠Verspätungen an bestimmten Betriebspunkten und deren Grßnde (Ur- und Einbruchverspätungen) sowie deren Auswirkungen durch Verspätungsßbertragungen (Folge- und Zusatzverspätungen),
⢠Behinderungen aus der Infrastruktur, die sich in Verspätungen auswirken und damit auf unzureichend ausgestattete Abschnitte sowie auf Engpässe hinweisen, wozu ebenfalls die Anzahl und die Einwirkungen aus Dispositionsentscheidungen Aufschluss geben â im Einzelnen anhand der Protokolle aus den Berechnungsläufen,cite-ref-b-hm-jan-2010-12-0[12]
⢠Anschlussstabilität aus der Beurteilung von konkreten Einzelverbindungen. Beispielsweise kÜnnen einzelne, stark besetzte Zubringerzßge beurteilt werden, so dass die Methode konkretere Ergebnisse liefert als nur Durchschnittswerte im betrachteten Streckennetz wie bei anderen Verfahren.cite-ref-klemenz-jan-2010-13-0[13]
⢠Umlaufsicherung,
⢠Vergleich und Bewertung unterschiedlicher Infrastruktur- und/oder Fahrplanvarianten.cite-ref-weigand-juni-2010-14-0[14]
Die Berechnungsergebnisse werden anhand von Qualitäts- und Leistungskennwerten zusammengefasst und in Streckenkarten bildhaft dargestellt, beispielsweise durch maĂstäbliche und farbige Balken. Zur Kennzeichnung von Verspätungen haben sich Verspätungsdauerlinien bewährt, mit denen die Verspätungszeit in Minutenintervallen mit dem zugehĂśrigen prozentualen Aufkommen veranschaulicht wird. Auch diese Qualität lässt sich in Netzkarten durch farblich unterschiedene Streckenabschnitte veranschaulichen, die als âGĂźtekarte der PĂźnktlichkeitâ ähnlich wie GewässergĂźtekarten einen klaren Ăberblick ermĂśglichen.cite-ref-radtke-juni-2005-11-2[11]
Zur MethodendurchfĂźhrung benĂśtigt die Simulationsmethode einen hohen Detaillierungsgrad bei der Infrastruktur und eingehende Informationen zum Betriebsprogramm. Dies fĂźhrt sowohl bei der Datenaufbereitung und der Ăbertragung in das Modell zu entsprechendem Zeitbedarf als auch bei der Auswertung und Bewertung der ermittelten Daten.cite-ref-fengler-sep-2007-15-0[15]
Betrieb und Automatisierung
Das Einstellen des Fahrweges wurde in der Geschichte der Eisenbahn immer weiter zentralisiert und automatisiert. Stellwerke Ăźbernahmen die Bedienung der Weichen und Signale vor Ort. Mit dem Einsatz der Betriebsleittechnik kĂśnnen auch die Stellwerke ganzer Regionen fernbedient werden. Eine automatische Zuglenkung stellt FahrstraĂen anhand von elektronisch gespeicherten Fahrplandaten ein.
Umwelt
Vergleich
Die Umweltverträglichkeit des Schienenverkehrs wird Ăźblicherweise â wie fĂźr andere Verkehrssysteme â unter den folgenden Gesichtspunkten beurteilt:
⢠Ressourcen- und Energieverbrauch (Landschaft, Rohstoffe, Energie),
⢠Belastung durch Schadstoffe und Partikel,
⢠Lärmbelastung.
Ergänzend werden volkswirtschaftliche Auswirkungen als externe Kosten aus Schäden an Personen und Sachwerten hinzugezogen. Wird der Schienenverkehr vergleichend den anderen Verkehrssystemen gegenĂźbergestellt, so schneidet er beim Ressourcen- und Energieverbrauch besonders gĂźnstig gegenĂźber dem StraĂenverkehr ab. Der Landschaftsverbrauch â und damit auch deren âZerschneidenâ â liegt beim Schienenverkehr deutlich geringer. Eine Belastung â besonders beim GĂźtertransport â kann durch Lärm aus den Anfahr-, Roll- und Bremsgeräuschen entstehen.
Ressourcen- und Energieverbrauch
| | Einheit | Reisezug | Reisebus | PKW | Flugzeug |
|---|---|---|---|---|---|
| Energie- verbrauch | MJ/Pkm | 1,1 | 0,6 | 1,9 | 2,5 |
| CO 2 | g/Pkm | 63 | 42 | 138 | 183 |
| NO x | g/Pkm | 0,19 | 0,40 | 0,29 | 0,76 |
| SO 2 | g/Pkm | 0,02 | 0,09 | 0,06 | 0,121 |
| Quelle: Datenbank-Ergebnisse IFEU Heidelberg [ 16 ] Pkm = Personenkilometer | Quelle: Datenbank-Ergebnisse IFEU Heidelberg [ 16 ] Pkm = Personenkilometer | Quelle: Datenbank-Ergebnisse IFEU Heidelberg [ 16 ] Pkm = Personenkilometer | Quelle: Datenbank-Ergebnisse IFEU Heidelberg [ 16 ] Pkm = Personenkilometer | Quelle: Datenbank-Ergebnisse IFEU Heidelberg [ 16 ] Pkm = Personenkilometer | Quelle: Datenbank-Ergebnisse IFEU Heidelberg [ 16 ] Pkm = Personenkilometer |
| | Einheit | GĂźterzug | Binnen- schiff | LKW | Flugzeug |
|---|---|---|---|---|---|
| Energie- verbrauch | MJ/tkm | 0,4 | 0,5 | 1,3 | 18,3 |
| CO 2 | g/tkm | 22 | 33 | 93 | 240 |
| NO x | g/tkm | 0,07 | 0,57 | 0,67 | 5,54 |
| SO 2 | g/tkm | 0,02 | 0,04 | 0,05 | 0,85 |
| Quelle: Datenbank-Ergebnisse IFEU Heidelberg [ 16 ] tkm = Tonnenkilometer | Quelle: Datenbank-Ergebnisse IFEU Heidelberg [ 16 ] tkm = Tonnenkilometer | Quelle: Datenbank-Ergebnisse IFEU Heidelberg [ 16 ] tkm = Tonnenkilometer | Quelle: Datenbank-Ergebnisse IFEU Heidelberg [ 16 ] tkm = Tonnenkilometer | Quelle: Datenbank-Ergebnisse IFEU Heidelberg [ 16 ] tkm = Tonnenkilometer | Quelle: Datenbank-Ergebnisse IFEU Heidelberg [ 16 ] tkm = Tonnenkilometer |
Eine zweigleisige Schienentrasse verbraucht pro Kilometer 1,2 Hektar Fläche, eine Autobahn pro Kilometer mit 3,6 Hektar die dreifache Fläche. (Entsprechend 12 bzw. 36 m Breite.)cite-ref-allianz-pro-17-0[17] Der Energieverbrauch liegt im Schienenverkehr fĂźr den Personentransport bei 3,4 l Dieseläquivalent pro 100 Personenkilometer (Pkm), im StraĂenverkehr hingegen bei 5,6 l Dieseläquivalent pro 100 Pkm fĂźr Alleinreisende. Im GĂźtertransport auf der Schiene wird nur ein Drittel der Energie des LKW-Transports benĂśtigt â im Durchschnitt 1,2 l Dieseläquivalent pro 100 Tonnenkilometer (tkm) beim Bahntransport gegenĂźber 3,9 l Dieseläquivalent pro 100 tkm beim LKW-Transport.cite-ref-allianz-pro-17-1[17] Der vergleichsweise gĂźnstige Energieverbrauch trägt in Verbindung mit anderen Energieträgern auch zu den geringeren CO2-, NOx- und Partikel-Emissionen bei, die etwa bei einem Drittel der leistungsbezogenen Emissionen aus dem PKW-Verkehr und einem Viertel bis einem Zehntel beim LKW-Verkehr liegen (s. Tabellen).
Der SchienengĂźterverkehr ist besonders bei mittleren bis hohen Transportentfernungen und bei Container- und Massenguttransporten vorteilhaft einzusetzen. Am gesamten GĂźtertransport ist er in Deutschland zu etwa einem Viertel beteiligt â gemessen in Tonnenkilometern. In den nächsten Jahren wird weiterhin mit einem Ăźberproportionalen Anwachsen von jährlich rund 6 % gerechnet.
Emission von Feinstaub
Etwa 75 % der Feinstaubemission von Eisenbahnverkehr rßhrt vom Bremsenabrieb her. Traditionell reiben Bremsschuhe aus Grauguss auf der gedrehten, gehärtetem Radlauffläche aus Stahl. Moderne Reisezugwagen tragen hingegen Bremsscheiben aus Stahl an den Achsen der Radsätze, in den Bremssätteln wirken Bremsbeläge aus gesintertem Kompositwerkstoff.cite-ref-18[18]
Auch am spurfĂźhrenden und Haftreibung vermittelnden Rad-Schiene-Kontakt entsteht Eisenstaub.
Am Schleifkontakt des Stromabnehmers aus Kohle-Kupfer-Kontaktwerkstoff zum Oberleitungsdraht aus Kupfer entsteht ebenfalls Abrieb und durch Stromwärme und Lichtbogen Abbrand.
Eisenstaub, ursprßnglich schwarz, fällt auf alle, insbesondere bodennahe Oberflächen an einer Bahntrasse. Durch Luftsauerstoff und Wasser bildet sich ein brauner Belag aus Eisenrost aus, etwa auf Gleisschotter, Schwellen, Schienen, Geländer, Oberleitungsmasten, Bahnsteig. Gßterwagen sind daher häufig rostbraun oder dunkel lackiert, um die Färbung dieses Belags schon vorwegzunehmen.
Lärmbelastung
â
Hauptartikel
:
Schienenverkehrslärm
Eine wesentliche Umweltbelastung geht beim Schienenverkehr vom Lärm aus, der durch Antriebs-, Roll- und Bremsgeräusche entsteht (s. a. Schienenverkehrslärm). Nach Umfragen aus dem Jahr 2008 fĂźhlen sich 24 % der BevĂślkerung in Deutschland durch Schienenverkehrslärm belästigt, darunter 12 % äuĂerst und 4 % stark belästigt.cite-ref-bt-17-2638-19-0[19]
Unter vergleichbaren Bedingungen ruft die Vorbeifahrt von Reise- und GĂźterzĂźgen mit Graugussbremsen eine Lärmbelastung von 92 bis 95 dB (A) hervor â gemessen in 7,5 Meter Abstand bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h. Bei Reisezugwagen mit Scheibenbremsen und beim ICE sinken bei gleichen Rahmenbedingungen die Werte auf 77 bis 82 dB (A),cite-ref-uba-messl-rm-2011-20-0[20] der Schalldruck wird also halbiert (zum Zusammenhang zwischen Messungen und dem âHĂśrereignisâ als menschlicher Wahrnehmung siehe Schalldruckpegel und Lautheit). Durch technische MaĂnahmen an den Bremsen und Drehgestellen lässt sich die Lärmbelastung auch von GĂźterwagen auf Werte um 75 dB (A) senken.cite-ref-uba-messl-rm-2011-20-1[20] Weitere LärmschutzmaĂnahmen bestehen darin, den Lärm entlang der Schienenwege durch Schallschutzwände, Einhausungen bzw. Tunnel abzusenken. Als administrative MaĂnahmen kommen lärmabhängige Trassenpreise in Frage, die bauartbedingte Lärmentwicklungen der Lokomotiven und Waggons berĂźcksichtigen und Ăźber Kostenvorteile Anreize zur Lärmsenkung schaffen (zum aktuellen Stand in Deutschland siehe Trassenpreissystem).
Grenzwerte fĂźr den Lärmschutz an Schienenwegen sind nur fĂźr den Neubau oder die wesentliche Ănderung mit der Verkehrslärmschutzverordnung (16. BImSchV vom 12. Juni 1990)cite-ref-uba-gwl-rm-2011-21-0[21] festgelegt, wobei die Geräuschpegelgrenzwerte um 5 dB geringer angesetzt werden als beim StraĂenverkehr (sog. Schienenbonus). FĂźr den Lärmschutz an bestehenden Verkehrswegen gibt es keine Grenzwerte und damit auch keinen Rechtsanspruch auf Sanierung. Die Lärmsanierung an Schienenwegen wurde erst 1999 mit einem Jahresbudget von 100 Mio. DM begonnen und mittlerweile mit 100 Mio. Euro jährlich fortgesetzt.cite-ref-bt-17-2638-19-1[19]cite-ref-bvbs-l-rm-2011-22-0[22] Im Jahr 2009 konnten zusätzlich 110,9 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket I und 48,3 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket II abgerufen werden. Diese derzeitigen MaĂnahmen zum Lärmschutz umfassen knapp 3 % der Gesamtaufwendungen fĂźr das bundesweite Schienennetz, die zwischen 3,1 und 4,1 Mrd. Euro jährlich von 2000 bis 2009 fĂźr Ersatzinvestitionen im Bestandsnetz sowie fĂźr Neu- und Ausbauvorhaben lagen.cite-ref-bt-17-2638-19-2[19]
Die Belastungen durch Schienenverkehrslärm kÜnnen fßr die Hauptverkehrswege und Ballungsräume direkt aus den Lärmkarten abgelesen werden, die im Rahmen der EU-Umgebungslärmrichtlinie erstellt wurden:
⢠Umgebungslärmkartierung an Schienenwegen von Eisenbahnen des Bundes mit deutschlandweiten, einzeln auswählbaren Kartenausschnitten zur Lärmbelastung an Schienenwegencite-ref-23[23]
Die Strecken mit den hĂśchsten Lärmemissionen sind die Hauptstrecken des GĂźterverkehrs, zu denen in Deutschland beispielsweise der Rheinkorridor zählt sowie der Korridor HamburgâHannoverâGĂśttingenâFuldaâWĂźrzburg, aber auch Ost-West-Korridore wie HannoverâHammâRuhrgebiet, NĂźrnbergâPassau und MannheimâStuttgartâUlmâMĂźnchenâRosenheim.cite-ref-bt-17-2638-19-3[19]
Eisenbahnwesen als Studienfach
Ein Studiengang Eisenbahnwesen wird an mehreren deutschen, Schweizer, Üsterreichischen und niederländischen Universitäten und Hochschulen angeboten. In der deutschen Hochschulpolitik ist das Eisenbahnwesen als Kleines Fach eingestuft, die Arbeitsstelle Kleine Fächer listet fßr Deutschland (Stand Juni 2019) 19 eigenständige Lehrstßhle an elf Universitäten, an denen auch Studiengänge angeboten werden.cite-ref-24[24] Neben diesen Universitäten bietet die Fachhochschule Erfurt einen Studiengang Eisenbahnwesen an.cite-ref-25[25]
Rechtliches
Deutschland
Eine Begriffsbestimmung fßr Eisenbahnen findet sich in § 2 des Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG) vom 27. Dezember 1993:
â(1) Eisenbahnen sind Ăśffentliche Einrichtungen oder privatrechtlich organisierte Unternehmen, die Eisenbahnverkehrsleistungen erbringen oder eine Eisenbahninfrastruktur betreiben. (2) Eisenbahnverkehrsleistungen sind die BefĂśrderung von Personen oder GĂźtern auf einer Eisenbahninfrastruktur. Eisenbahnverkehrsunternehmen mĂźssen in der Lage sein, die ZugfĂśrderung sicherzustellen. ⌠(3) Die Eisenbahninfrastruktur umfasst die Betriebsanlagen der Eisenbahnen einschlieĂlich der Bahnstromfernleitungen. (3a) Betreiber der Schienenwege ist jedes Eisenbahninfrastrukturunternehmen, das den Betrieb, den Bau und die Unterhaltung der Schienenwege der Eisenbahn zum Gegenstand hat, mit Ausnahme der Schienenwege in Serviceeinrichtungen.â
Keine Eisenbahnen im Sinne dieses Gesetzes sind dabei âandere Schienenbahnen wie Magnetschwebebahnen, StraĂenbahnen und die nach ihrer Bau- oder Betriebsweise ähnlichen Bahnen, Bergbahnen und sonstige Bahnen besonderer Bauartâ (§ 1 Abs. 2 S. 2 AEG).
Fßr den Betrieb regelspuriger Üffentlicher Eisenbahnen wurde gemäà § 26 Abs. 1 AEG die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) erlassen. Schmalspurbahnen unterliegen der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung fßr Schmalspurbahnen (ESBO). Darßber hinaus haben die Bundesländer fßr nichtÜffentliche Eisenbahnen Verordnungen ßber den Bau und Betrieb von Anschlussbahnen (BOA bzw. EBOA) erlassen. Eine Vereinheitlichung von EBO/ESBO und BOA/EBOA wird angestrebt. Dabei gibt es das Problem der Bund-Länder-Zuständigkeiten.
Bei Eisenbahnen des Bundes sowie bei nichtbundeseigenen Eisenbahnen mit Sitz im Ausland ßbt das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) die Aufsicht aus. Fßr die nichtbundeseigenen Eisenbahnen mit Sitz in Deutschland sind die Länder zuständig; die meisten von ihnen haben die Eisenbahnaufsicht jedoch dem EBA ßbertragen.
Weitere Vorschriften:
⢠Eisenbahn-Signalordnung (ESO)
⢠Eisenbahn-Verkehrsordnung (EVO)
⢠Landeseisenbahngesetze
Die berĂźhmt gewordene Definition des Reichsgerichts aus dem Jahre 1879 fĂźr die Eisenbahn lautete noch:
âEin Unternehmen, gerichtet auf wiederholte Fortbewegung von Personen oder Sachen Ăźber nicht ganz unbedeutende Strecken auf metallener Grundlage, welche durch ihre Konsistenz, Konstruktion und Glätte dem Transport groĂer Gewichtsmassen bzw. die Erzielung einer verhältnismäĂig bedeutenden Schnelligkeit der Transportbewegung zu ermĂśglichen bestimmt ist, und durch diese Eigenart in Verbindung mit den auĂerdem zur Erzeugung der Transportbewegung benutzten Naturkräften (wie Dampf, Elektrizität, tierischer, menschlicher Muskeltätigkeit, bei geneigter Ebene der Bahn auch schon der eigenen Schwere, der TransportgefäĂe und deren Ladung usw.) bei dem Betriebe des Unternehmens auf derselben eine verhältnismäĂig gewaltige (je nach dem Umständen nur in bezweckter Weise nĂźtzliche, oder auch Menschenleben vernichtende und die menschliche Gesundheit verletzende) Wirkung zu erzeugen fähig ist.âcite-ref-26[26]
Sie wird heute als herausragendes Beispiel des Kanzleistils gewertet.
Schweiz
Das schweizerische Eisenbahngesetz definiert:
âEisenbahnunternehmen im Sinne dieses Gesetzes sind Unternehmen, die die Eisenbahninfrastruktur bauen und betreiben oder den Eisenbahnverkehr durchfĂźhren, die nach ihrer Zweckbestimmung von allen zur BefĂśrderung von Personen und GĂźtern benĂźtzt werden kĂśnnen und deren Fahrzeuge spurgefĂźhrt sind.â
â
(Art. 1, Ziff. II)
Dem Eisenbahngesetz unterstehen in der Schweiz auch Zahnradbahnen und StraĂenbahnen (zu denen auch Trolley-Busse zählen), während die Standseilbahnen seit 2006 dem Seilbahngesetzcite-ref-28[28] unterstehen.
Ăsterreich
In Ăsterreich bestimmt § 1 des Eisenbahngesetzes:
âEisenbahnen im Sinne dieses Bundesgesetzes sind: Ăffentliche Eisenbahnen, und zwar: Hauptbahnen; Nebenbahnen: StraĂenbahnen; Nicht-Ăśffentliche Eisenbahnen, und zwar: Anschlussbahnen; Materialbahnen.â
§1b EisbG definiert die zum Verkehr auf Eisenbahnen zugangsberechtigten Eisenbahnverkehrsunternehmen:
âEin Eisenbahnverkehrsunternehmen ist ein Eisenbahnunternehmen, das Eisenbahnverkehrsleistungen auf der Schieneninfrastruktur von Hauptbahnen oder vernetzten Nebenbahnen erbringt sowie die Traktion sicherstellt, wobei dies auch solche einschlieĂt, die nur die Traktionsleistung erbringen, und dem eine Verkehrsgenehmigung, eine Verkehrskonzession oder eine einer Verkehrsgenehmigung gemäà § 41 gleichzuhaltende Genehmigung oder Bewilligung erteilt wurde.â
Siehe auch
⢠Bahn (Verkehr)
⢠Geschichte der Eisenbahn (allgemein)
⢠Deutsche Bahn
⢠Modelleisenbahn
⢠Zugsimulation
Literatur
⢠Franz Czygan (Hrsg.): Die Eisenbahn in Wort und Bild. GrundzĂźge des praktischen Eisenbahnwesens nach neuestem Stand der eisenbahntechnischen Wissenschaft in leicht faĂlicher Darstellung. (2 Bände). H. Killinger, Nordhausen a. H. 1928.cite-ref-29[29]
⢠Der Eisenbahningenieur. EI. Internationale Fachzeitschrift fßr Schienenverkehr & Technik. Eurailpress, DVV Media Group, Hamburg, ZDB-ID 240444-8.
⢠Joachim Fiedler: Bahnwesen. Planung, Bau und Betrieb von Eisenbahnen, S-, U-, Stadt- und StraĂenbahnen. 5., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Werner, Neuwied 2005, ISBN 3-8041-1612-4. (Umfassendes Ăbersichtswerk, entstanden in enger Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft).
⢠Frank Grube (Hrsg.), Gerhard Richter (Hrsg.): Das groĂe Buch der Eisenbahn. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 1979, ISBN 3-455-08865-1. (Behandelt das globale Eisenbahnwesen; im Anhang eine Tabelle Ăźber die Eisenbahnen der Welt, Typenbezeichnungen von Lokomotiven, eine Ăbersicht der wichtigsten Eisenbahnmuseen weltweit, ein Glossar, eine AutorenĂźbersicht, ein Personenregister, ein Register zu Eisenbahngesellschaften, -linien und -strecken, eine Aufstellung von Lokomotiv- und Zugnamen und Baureihen und -klassen sowie Bild-, Quellen- und Ăbersetzungsnachweise).
⢠Eberhard Jänsch (Hrsg.): Das System Bahn. Handbuch. 2. Auflage. DVV Media Group GmbH, Hamburg 2016, ISBN 978-3-87154-511-5 (719 Seiten, Kurzbeschreibung [abgerufen am 7. Juni 2016]).
⢠Hans-Ludwig Leers: Die Entwicklung des Verkehrs im industriellen Ballungsraum der Städte und Gemeinden des Wuppertals im 19. und frĂźhen 20. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Verkehrsgeschichte des Wuppertals. Schriftenreihe Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit, Band 47. KovaÄ, Hamburg 2006, ISBN 978-3-8300-2609-9. (Zugleich: phil. Dissertation, Universität Wuppertal, Wuppertal 2005).
⢠Alois von LĂźtzenau: Erklärung des mit AllerhĂśchster EntschlieĂung von 30. Jänner 1847 genehmigten Ăśsterreichischen Eisenbahn-Polizeigesetzes unter AnfĂźhrung der darauf Bezug habenden einschlägigen anderweitigen Gesetze. BraumĂźller und Seidel, Wien 1848. (Online bei ALO).
⢠Wolfgang Schivelbusch: Geschichte der Eisenbahnreise. Zur Industrialisierung von Raum und Zeit im 19. Jahrhundert. 4. Auflage (1. Auflage: 1977). Fischer-Taschenbßcher, Band 14828. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3-596-14828-6.
⢠Viktor Freiherr von RĂśll (Hrsg.): Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, 2. Aufl. 1912â1923, Neusatz und Faksimile auf DVD-ROM, Directmedia Publishing, Berlin 2007, ISBN 978-3-89853-091-0.
Rechtliches
⢠Wolfgang Kunz/Urs Kramer (Hrsg.): Eisenbahnrecht. Systematische Sammlung der Gesetze und Verordnungen sowie der Rechtsakte der Europäischen Gemeinschaft mit Erläuterungen. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden, 54. ErgLfg. 2020, ISSN 0946-8560
⢠Jacques Meylan: Le domaine ferroviaire en droit comparÊ. Droz, Genf 1966 (Rechtsvergleichung).
⢠Sandie Calme: LâĂŠvolution du droit des transports ferroviaires en Europe. PU Aix-Marseille, Aix-Marseille 2008, ISBN 978-2-7314-0650-4 (Rechtsgeschichte).
⢠Martin Lodge: On different tracks: designing railway regulation in Britain and Germany. Praeger, Westport, Conn. 2002, ISBN 0-275-97601-7 (englisch).
⢠Roman Michalczyk: Europäische Ursprßnge der Regulierung von Wettbewerb. Mohr Siebeck, Tßbingen 2010, ISBN 978-3-16-150638-3 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
⢠Rßdiger Schmidt-Bendun: Haftung der Eisenbahnverkehrsunternehmen: Auf dem Weg zu einem harmonisierten Eisenbahn- und Luftverkehrsrecht in Europa. Jenaer Wiss. Verl.-Ges, Jena 2007, ISBN 978-3-86653-015-7 (Studien zum Internationalen Privat- und Verfahrensrecht).
⢠Sina Stamm: Eisenbahnverfassung und Bahnprivatisierung â zur verfassungsrechtlichen Zulässigkeit und zum Prozess der Privatisierung der Deutschen Bahn AG, Diss. Universität Potsdam 2010, Duncker&Humblot 2010, ISBN 978-3-428-13358-1
Dokumentation
⢠Die Eisenbahn. Motor des Fortschritts. Regie: Thomas Staehler, ZDF, Deutschland, 89 Minuten, 2023
Weblinks
Commons
: Eisenbahn
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Eisenbahn
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wikiquote: Eisenbahn
â Zitate
Wikisource: Eisenbahn
â Quellen und Volltexte
⢠Literatur von und ßber Eisenbahn im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Linkkatalog zum Thema Bahn bei curlie.org (ehemals DMOZ)
Einzelnachweise
cite-note-11. â Duden: Der Duden in zwĂślf Bänden, Band 7 (Etymologie der deutschen Sprache), Das HerkunftswĂśrterbuch, Bibliographisches Institut, 4. Auflage, Mannheim / ZĂźrich 2007, ISBN 978-3-411-04074-2, S. 175.
cite-note-22. â The World Factbook â Railways. In: cia.gov. Central Intelligence Agency, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 11. Januar 2019; abgerufen am 19. Juli 2020 (englisch).
cite-note-33. â Vaughan, A. (1997). Railwaymen, Politics and Money. London: John Murray. ISBN 978-0-7195-5746-0.
cite-note-44. â Duden: Der Duden in zwĂślf Bänden, Band 7 (Etymologie der deutschen Sprache), Das HerkunftswĂśrterbuch, Bibliographisches Institut, 4. Auflage, Mannheim / ZĂźrich 2007, ISBN 978-3-411-04074-2, S. 175.
cite-note-51. Carl HerloĂsohn: Damen Conversations Lexikon. Fr. Volckmar, Leipzig 1835 (zeno.org [abgerufen am 2. Januar 2019]).
cite-note-66. â Zonen & Umstellung: Eine kurze Geschichte der Zeit. In: bmvit INFOTHEK. Abgerufen am 30. Oktober 2025.
cite-note-88. â Hausrollbahnen, feldbahn.at von 2001, abgerufen am 16. Januar 2013.
cite-note-99. â Lars Neumann, Walter Krippendorf: Branchenanalyse Bahnindustrie. Hans BĂśckler Stiftung, 30. September 2016, abgerufen am 27. November 2020.
cite-note-l-bke-juni-2008-1010. â Dietmar LĂźbke (Koordination): Handbuch Das System Bahn Kap. 8.1 Leistungsfähigkeitsuntersuchungen und Simulationen. DVV Media Group GmbH | Eurailpress, Hamburg 2008, ISBN 978-3-7771-0374-7
cite-note-radtke-juni-2005-1111. â Alfons Radtke: EDV-Verfahren zur Modellierung des Eisenbahnbetriebs. Wissenschaftliche Arbeiten des Instituts fĂźr Verkehrswesen, Eisenbahnbau und -betrieb Universität Hannover, Band 64. Eurailpress Tetzlaff-Hestra, Hamburg 2006, ISBN 3-7771-0351-9. (Zugleich: Habilitationsschrift, Universität Hannover, Hannover 2005).
cite-note-b-hm-jan-2010-1212. â Thomas BĂśhm, Benedikt Scheier: Railonomics â fĂźr eine bedarfsgerechte Infrastruktur, SoftwaregestĂźtzte Integration von Betriebssimulation und Wirtschaftlichkeitsanalyse. In: Der Eisenbahningenieur, Heft Januar 2010, S. 32â36.
cite-note-klemenz-jan-2010-1313. â Marc-AndrĂŠ Klemenz, Thomas Siefer: Anschluss verpasst? Das war einmal! â Entwicklung eines Verfahrens zur optimierten fahrgastabhängigen Anschlussplanung. In: Der Eisenbahningenieur, Heft Januar 2010, S. 37â45.
cite-note-weigand-juni-2010-1414. â Werner Weigand: Untersuchung von Netzknoten â Basis fĂźr Ausbauplanungen. In: Der Eisenbahningenieur, Heft Juni 2010, S. 354â358.
cite-note-fengler-sep-2007-1515. â Wolfgang Fengler, Jochen BĂśttcher: Eisenbahnknoten strukturiert analysieren ETR Eisenbahntechnische Rundschau, September 2007, S. 526â532.
cite-note-ifeu-datenbank-2010-162. IFEU â Institut fĂźr Energie- und Umweltforschung Heidelberg, Datenbank-Ergebnisse dargestellt von Andreas GeiĂler: Die verkehrsträgerĂźbergreifende Datenbank âUmwelt&Verkehrâ zur Nutzung fĂźr die FĂśrderer (Memento vom 24. November 2011 im Internet Archive), Heidelberg, Berlin 2010.
cite-note-allianz-pro-1717. â Allianz pro Schiene: âUmweltschonend mobil. Bahn, Auto, Flugzeug, Schiff im Umweltvergleichâ.
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